Anahata Yoga Retreat (Satyananda)

»Den inneren Frieden finden in Aotearoa«

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In der nordwestlichen Ecke der neuseeländischen Südinsel liegt in friedlicher Betrachtung seiner Umgebung ein Juwel von einem Retreat-Center. Das Sanskrit-Wort "Anahata" bezieht sich auf das Herz, und mit seiner atemberaubenden Lage, die Golden Bay überlickend, ist Anahata im doppelten Sinn herzbezogen: es kann Herzen sowohl öffnen, als auch metaphorisch höher schlagen lassen.

  • Was wir mögen
  • Das runde Strohballenhaus mit herrlichem Blick auf das Meer
  • Vielfältige Retreat-Angebote einschließlich dauerhaftem Aufenthalt
  • Ganz Eintauchen in den Yoga-Lebensstil
  • Wissenswertes
  • Alkohol oder Drogen (auch keine Zigaretten) sind nicht erlaubt
  • WWOOFing ist möglich
  • Meditationstechniken zu lernen kann anfangs schwierig sein
  • Warum dorthin
  • Die Schönheit der Golden Bay
  • Authentische Ashram-Erfahrung
  • Begegnung mit anderen Yogis aus allen Lebensbereichen

Ein früher Start in den Tag ist in Anahata üblich. Sanft die Müdigkeit wegzudehnen, beim angenehmen Klang eines knisternden Kaminfeuers, ist eine herrliche Möglichkeit, den Tag zu beginnen. Damit ist das Yoga hier aber noch nicht vorbei. Anahata ist ein wahrer Ashram, und das bedeutet, dass Yoga in jeder Minute eines Tages gegenwärtig ist. Auf einer nachhaltigen Lebensweise basierend und mit physischer Reinigung, die ein Verbot aller toxischen Substanzen, einschließlich Kaffee, bedeutet, ist Anahata ein Ort, an den man geht, um die Krücken der modernen Welt wirklich loszulassen. Nach dem Morgenkreis um 8.30 Uhr, in dem das 12-stündige Schweigen seit dem letzten Abend gebrochen wird, geht der Tag weiter mit Freizeit, Unterricht für die Teilnehmer bestimmter Retreats oder Karma Yoga.

Karma Yoga ist ein wesentlicher Bestandteil des Ashram-Lebens. Das ist, wo die körperliche Arbeit stattfindet, mit dem operativen Ergebnis eines reibungslos laufenden Ashrams, und dem spirituellen Ergebnis, zu lernen, einfach nur im Moment zu sein, die Bewegung des Körpers zu genießen, ohne dabei der Qualität des Endergebnisses anzuhaften. Darin liegt eine Würde, die schwer zu erkennen sein kann, aber die Mühe wert ist.

Sich an das Leben im Ashram anzupassen kann schwierig sein. Unbehagen und Reizbarkeit während der Meditationskurse sind für Neulinge typisch. Wie bei allen neuen Gewohnheiten dauert es etwa drei Tage, bis das Unbehagen verschwindet und das Gefühl von Leichtigkeit eintritt. Die sanftere Gangart hier kann auch etwas gewöhnungsbedürftig sein. MP3-Player, Handys, Fernseher, Radios und ständiger Internet-Zugang sind nicht mehr Teil der Fülle von Ablenkungen, an die wir gewöhnt sind. Stattdessen gibt es tatsächliche Gespräche mit echten Menschen und viel Raum für Ruhe, in dem man sein Leben betrachten kann. Der Frieden kann süchtig machen, und Anahata hat viele Dauergäste. Diese zahlen ihren Beitrag in monetärer Weise, oder per WWOOFing (Mitarbeit für Unterkunft und Verpflegung). Einige Leute kommen nach Anahata und fahren einfach nicht wieder weg, zumindest nicht für eine längere Zeit.

Anahata ist Teil des Satyananda Yoga-Netzwerks, das alle acht „Glieder“ des Yoga (einschließlich Karma Yoga) vereinigt zu einem einzigen, leichter zugänglichen Weg. Das ist die einfache Erklärung. Die tiefer gehende und genauere Erklärung wird am einfachsten in den Ergebnissen sichtbar. Die Zeit in einem Ashram, und besonders in Anahata, zeigt sich fast immer in einer friedlicheren und ruhigen Haltung. Die positive Wirkung auf die körperliche Gesundheit ist auch nicht zu verachten; strahlendere Haut, sauberere Lungen und stärkere Muskeln sind das übliche Ergebnis eines Aufenthalts hier. Das Angebot an Retreats reicht von leicht und kurz – einfach ein paar Tage auftanken - bis zu den langfristigen Residenz-Programmen, bei denen man mit yogischen Methoden tief ins innere Selbst abtaucht.

Das Yoga ist Hatha-basiert, wie dies für fast alle Stile gilt. Mit den Prinzipien von Kopf, Herz und Hand als Leitsatz strebt Satyananda (auch als Bihar oder Integral Yoga bekannt) danach, Verstand, Geist und Körper in jeden Moment des Tages einzubringen. Dadurch, dass selbst den banalsten Aufgaben Achtsamkeit zuteil wird, ist Satyananda vielleicht der Stil, der am besten die Lücke zwischen westlicher Vorstellung von Yoga - die sich auf ein paar Yoga-Stunden wöchentlich beschränkt - und östlichem Denken - wo sich Yoga in jeder Facette des Leben ausdrückt - überbrückt .

Alle Tätigkeiten, auch das anstrengende Karma Yoga, sind freiwillig. Als Leitbild gilt hier Selbstmotivation und der Wunsch, etwas beizutragen. In einer Welt mit der Anschauung, dass die Menschen nur etwas tun, wenn sie dazu gezwungen sind, ist dies eine erfrischende Abwechslung. Die meisten Gäste entscheiden sich jedoch dafür, etwas beizutragen, weil eine tiefe Befriedigung darin liegt, hart und ehrlich, als Teil einer Gruppe mit gemeinsamen Zielen zu arbeiten.

Die Unterkunft im Anahata reicht von einfach bis edel. Zeltplätze sind vorhanden genau wie Mehrbettzimmer und eine völlig private Jurte – eine Hütte aus Strohballen. Von letzterer aus hat man eine atemberaubende Aussicht über die Golden Bay, und sie ist besonders für Familien zu empfehlen. Familien werden außerdem ermutigt, ihre eigenen Zelte und Campingausrüstung mitzubringen (der Punkt ist, dass Kinder zwar willkommen sind, man sie nicht wirklich gut in Mehrbettzimmern unterbringen kann).

Es gibt keine Kochgelegenheit für die Gäste in Anahata, und die Zubereitung des Essens ist eine der Sachen, die nicht Teil des Karma Yoga sind. Alle drei täglichen vegetarischen Mahlzeiten werden von einem lokalen Koch zubereitet, und das Essen gibt es im Gemeinschaftsspeisesaal. Dies soll nicht etwa heißen, dass die Zubereitung des Essens ein Geheimnis ist. Weil das Essen hier überwiegend sattvisch ist, kann jeder, der die Zubereitung lernen will, den Koch begleiten -- vorausgesetzt, dieser hat nichts dagegen. Die Zutaten sind in Bio-Qualität, wann immer möglich, und werden entweder im Ashram angebaut oder stammen aus der Umgebung.

Ein Gefühl des Friedens, das schwer zu beschreiben ist, erfüllt Anahata. Einige Besucher kamen für ein paar Tage und sind Monate oder Jahre später immer noch da. Viele fahren ab, mit dem treuen Versprechen, wiederzukommen. Andere machen regelmäßige Besuche, die Pilgerfahrten ähneln. Das Ashramleben ist anders als das Leben „draußen", aber es bietet eine Tiefe, die fast unmöglich in der Außenwelt zu etablieren ist. Anahata ist wie ein Leuchtturm, der auf den Klippen thront -- und im Sturm die Richtung in den Hafen weist.

Über die Region: Golden Bay

Es gibt nur eine Straße von und nach Golden Bay an der schmalen Spitze der neuseeländischen Südinsel. Bei all der natürlichen Schönheit der Nordinsel, einschließlich weißer Sandstrände, tausender Hektar bewaldeter Nationalparks und einem gemäßigten Klima, erweckt Golden Bay nicht das gleiche Gefühl von robustem schottischen Hochland, das man ansonsten auf der Südinsel hat. Die Gegend ist vor allem für ihre Milchviehbetriebe, Wanderwege und kleinen verschlafenen Ortschaften bekannt, in denen Hippies und Bauern sich auf friedliche Weise über den Weg laufen. Im Februar können die Temperaturen bis auf 30 Grad C klettern, im tiefsten Winter aber auch auf -3 Grad C fallen, ein normaler Sommertag ist etwa 25 C warm, perfekt für einen Sprung ins Meer.

Bilder von: Anahata Yoga Retreat

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