Fatuma's Tower

»Der Unterschied zwischen “desert island“ (öde Insel) und „dessert island“ (der Dessert-Insel)«

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"Ich bin auf dem Deck und esse frisches Obst." Bloß ein weiterer Bürotag für Gillies Turle, Mitinhaber des exquisiten Fatuma’s Tower auf der Insel Lamu. Er und seine Partnerin Fiammetta haben hier eine neue Heimat erschaffen, die Yogis aus der ganzen Welt empfängt. Fatuma’s Tower ist ein Retreat, das ziemlich weit abseits der ausgetretenen Pfade liegt. Die Insel ist nur per Boot erreichbar und hat keine Straßen für die ohnehin nur zwei Autos, die es hier gibt. Dies lässt viel Raum für die Ruhe, für die Lamu berühmt ist, sowie für die herrlichen Vögel und Affen, die die Gärten von Fatuma’s Tower bevölkern. Hier und in jedem anderen Teil des Retreats ist die Hingabe der Turles an ein Leben voller Leichtigkeit, Freude und Gesundheit an jeder Ecke offensichtlich.

  • Was wir mögen
  • Die einzigartige Anlage des komplett restaurierten Fatuma’s Tower
  • Die liebenswerten Turles; Eigentümer, Bewohner und Gastgeber
  • Vielseitige Palette von Gastlehrern und täglich eigene Yoga-Kurse
  • Spontane Strand- und Vollmond-Partys im Dorf Shela
  • Wissenswertes
  • Die Insel liegt wunderschön einsam, ist aber nichts für Clubbesucher

  • Der Juni ist der regnerische Monat
  • Reiseimpfungen sind für Lamu überflüssig
  • Warum dorthin
  • Ein segensreiches Retreat im wahrsten Sinn („treat“ bedeutet Leckerei)
  • Familienfreundlich
  • Autofrei, herzliche Bewohner, gute Seeluft

Fatuma’s Tower im Dorf Shela auf der kenianischen Insel Lamu ist ein Ort für ein Retreat im besten Sinne des Wortes. Ja, es gibt Internet, aber die Verbindung ist nicht zuverlässig genug, um die Breitband-Kommunikation hindurchzujagen, die unsere Tage verstopft. Ja, man kann dort Lebensmittel kaufen. Dabei wird es sich jedoch eher um einen ganzen Fisch handeln, frisch aus dem Meer, als um dick verpackte Waren einer anonymen Supermarktkette, oder Kinder bieten am Strand Samosas zum Verkauf, hausgemachte Teigtaschen.

Auch wenn Fatuma’s Tower in erster Linie ein Ort für Gast-Yogalehrer und ihre Gruppen ist, ist es auch die einladende Heimat zweier sehr engagierter Yogis, die ihre eigenen abendlichen Kurse hier anbieten. Diese werden von Gillies und seinem Kollegen Morris für alle angeboten, die hier Quartier bezogen haben, egal ob als Teil eines gebuchten Retreats oder nicht. Man fühlt sich ein wenig wie in der Wohnung eines yoga-liebenden Verwandten, nur dass dieser Verwandte auf einer Insel lebt, die zu den schönsten der ruhigen und weit abgelegenen Flecken der Erde gehört. Gillies besuchte den Sivananda Yogalehrer-Kurs während einer seiner vielen Reisen nach Indien, und während eines Vierteljahrhunderts Yoga-Praxis kam er vorher und seitdem mit einer Vielzahl von Yogalehrern in Kontakt. Sein Kollege Morris unterrichtet einige der hauseigenen Yoga-Stunden und gibt auf eigener Basis Privatstunden. Laut Gillies ist er "ein natürlicher Yogi, der bei mir die Praxis begann und von einem unserer Gäste zu einem Ashtanga-Yogalehrer-Kurs in Südafrika mitgenommen wurde“. Trotz der Tiefe seiner Ausbildung und Erfahrung sorgt Gillies selbstironischer Humor dafür, dass seine Gäste mit ihrer Aufmerksamkeit beim Yoga bleiben anstatt bei seinem Unterrichtsstil. Als "Schnaufen und Keuchen" beschreibt er seine Stunden - eine unumwundene Art, uns daran zu erinnern, dass es beim Yoga vor allem um den Atem geht.

Gruppenbuchungen für Fatuma’s Tower sind eine fahrige Angelegenheit für Reisende aus Großbritannien, da sie oft von Reisewarnungen der britischen Regierung für diese Region vereitelt werden. Die meisten der Gäste des Retreats kommen aus Großbritannien, und wenn eine solche Warnung gegeben wird (wenn das Wetter problematisch wird oder es Unruhen im benachbarten Somalia gibt), dann springt die Reiseversicherung nicht ein. Keine Versicherung bedeutet keine Reisenden, jedenfalls nicht in Gruppen, und so liegen die exquisite Ruhe und Schönheit von Fatuma’s Tower manchmal über Monate lang brach. Dies ist eine wahre Schande für den britischen Yoga-Reisenden, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass diese Region heutzutage sicherer ist, als sie je war. Diese abgeschreckten britischen Reisegruppen sind jedoch ein Segen für die Alleinreisenden. In diesen Zeiten verfügt Fatuma’s Tower über freie Zimmer, und weil die Unterkunft der gesamten Anlage aus nur zehn Doppelzimmern besteht (die Anzahl der Zimmer ist bewusst niedrig gehalten, um nicht die private Atmosphäre dieses tropischen Paradieses zu verlieren), tritt diese Situation nicht jeden Tag ein.

Die Doppelzimmer in Fatuma’s Tower balancieren auf dem schmalen Grad zwischen Luxus und Authentizität, weil sie im Einklang mit der Kultur und der Umwelt der Insel sind. Ausgestattet mit allem Notwendigen wie Ventilatoren, Solar-Warmwasser, Moskitonetzen und eigenem Bad - sowie einigen komfortablen Extras wie Bänken zum Faulenzen - sie sind jedoch meilenweit entfernt von den massenproduzierten identischen Räumen eines durchschnittlichen Hotels. Jedes Zimmer hat seinen eigenen Charakter, und während einige perfekt sind für zwei, sind andere wie Appartements und ideal für Gruppen und Familien. Die Unterkünfte liegen versprenkelt über die Anlage: einige befinden sich im ursprünglichen Fatuma’s Tower - benannt nach der Suaheli-Frau, die hier vor mehr als einem Jahrhundert gelebt hat - einige sind im „Sand Castle“ (Sandburg) und wieder andere sind im „Garden Cottage“ (Gartenhaus). Familien sind herzlich willkommen, und es gibt hier nichts als offene luftige Räume, direkten Zugang zum Strand und eine entspannte Atmosphäre, die eine "mal einen Gang runterschalten"-Wirkung auf die Kinder hat, die zu ihrem natürlichen Rhythmus zurückfinden, weit weg von Schulklingeln und Weckerschrillen.

Fatuma’s Tower liegt versteckt zwischen vegetationsbedeckten Dünen und einer hohen rötlichen Mauer. Jenseits dieser Mauer befindet sich das Dorf Shela, aus dem die Turles und ihre Gäste die Düfte von gerade zubereiteten Speisen riechen und die Hochzeitsfeiern sowie die schaurig-schönen Gebetsrufe fünfmal am Tag hören können. Die örtlichen Läden bestehen aus Holzständen, nachts mit Petroleumlampen beleuchtet, und nichts ist hier in Plastik eingeschweißt. Selbstangebautes Obst und Gemüse und frisch gefangener Fisch sind beliebte Waren, die auf dem Eselrücken vom Lamu Markt gebracht werden. Der Esel ist das vorrangige Transportmittel hierzulande, gemeinsam mit dem Boot für den Transport über Wasser. Ganz im wahren Yoga-Geist erfordert dies ein Verständnis der natürlichen Umwelt. Geduldig auf die Flut zu harren, liegt jenseits unser normalen täglichen Gewohnheit, schon nervös mit dem Fuß zu wippen, wenn wir nur auf einen verspäteten Zug warten. Ebenso weiß jeder, der mit Eseln zu tun hatte, dass sie zwar meist zuverlässig sind, aber die Zeit kommt, wenn sie sich einfach nicht bewegen, bevor sie nicht willig und bereit sind. Eine gemeinsame Impression der Gäste hier ist, dass sie "endlich mit sich selbst aufgeholt" haben. Und das, sagt Gillies, "ist das beste Ergebnis, das wir bei einem Gast von Fatuma’s Tower erreichen können." Kein Wunder, dass so viele hierher zurückkehren. 

Es ist immer schwierig zu wissen, ob man über ein Center schreiben sollte oder besser nicht. Wird die Werbung die unberührte Atmosphäre ruinieren, die es ursprünglich so großartig sein ließ? Manchmal ist die Antwort ja, aber im Fall von Fatuma’s -Tower ist die Antwort viel einfacher. Dies ist gleichermaßen ein Zuhause und ein Retreat - offen für Gäste aber nie für große „Horden“. Eine Chance, zurückzusinken in den sanften Genuss des Nichtstuns; hier verbrachte Zeit ist nie verschwendete Zeit.

Über die Region: Insel Lamu

Ein kleiner Ausschnitt Kenias am Rande des riesigen Indischen Ozeans – ist die Insel Lamu bequem mit dem Boot vom Flughafen Lamu auf der benachbarten Insel Manda zu erreichen (es ist eigentlich der Flughafen Manda, er wird aber Lamu Airport genannt). Es gibt zwei Städte auf Lamu. Das eigentliche Lamu Town und das Dorf Shela. Obwohl beide sehr belebt sind, haben weder sie noch die Insel selbst die entspannte und einfache Lebensweise verloren, die sich seit den Glanzzeiten an der Suaheli-Küste etabliert hat. Türkisfarbene Strände, buntes Unterwasserleben, freundliche Menschen, saubere Luft - all die Komponenten, die ein idyllischer Strandurlaub bieten sollte. Das Klima ist ganzjährig so ziemlich das Gleiche. Der Äquator verläuft durch Kenia, so dass, je nachdem wie weit südlich man ist, zwar das Wasser den Abfluss in umgekehrter Richtung hinabwirbelt, das Wetter aber meist das gleiche im ganzen Land ist. Es ist immer heiß: 25 - 35 Grad C ganzjährig. Das einzige, was man beachten sollte, ist die Regenzeit im Juni. Zu jeder anderen Zeit des Jahres scheint dies – von gelegentlichen Hurrikans abgesehen – ein gesegneter milder Ort zu sein.

Bilder von: Fatuma's Tower

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