Parmarth Niketan

»Ein Ashram von überragendem Ausmaß«

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Parmarth Niketan ist mehr wie eine kleine Stadt als ein Ashram. Vom Promi-Status des Swami bis zum Abend-Ritual des Chantens als Abschiedsode an die Sonne, wenn sie im Fluss versinkt, ist Parmarth Niketan eine Revolution der Sinne, Farben und Erfahrungen. Und auch wirklich gutes Yoga ist hier zu haben.

  • Was wir mögen
  • Großartige Gastlehrer verschiedener Stile
  • Beeindruckendes Ausmaß
  • Gut organisiert
  • Wissenswertes
  • Gelegentlich laut
  • Besser im Voraus buchen 

  • Moderne Variante von Ashram-Leben
  • Standort des jährlichen International Yoga Festivals
  • Warum dorthin
  • Einer der ältesten Ashrams in der Welthauptstadt des Yoga
  • Bunte und lebendige Atmosphäre
  • Vielfalt der Yoga-Stile

Direkt am Ganges erbaut, ist dieses pulsierende Center so außergewöhnlich und bunt wie sein Guru Pujya Swamiji. Glitzernd scheint nicht das passendes Wort, um ein Yoga-Anwesen zu beschreiben, aber in diesem Fall trifft es genau zu. In einem der ältesten Ashrams in Rishikesh hat Parmarth Niketan die Zeit sinnvoll genutzt, um das Yoga-Erlebnis seiner Gäste zu vervollkommnen. Die Unterbringung erfolgt in einem der mehr als 1000 Zimmer in Apartment-Blöcken. Das Essen ist sorgfältig zubereitet und ganz besonders lecker. Die Anlagen sind eine Freude für das Auge, mit weiten grünen Wiesen und hübsch geschmückt mit tropischen Blumen und Statuen.

Die Quellen des Yoga-Wissen in Parmarth Niketan sind wertvoll und vielseitig. Pujya Swamiji ist bewusst offen für alle Yoga-Stile, und Gastdozenten sind herzlich willkommen, ihre Weisheit zu teilen und zu unterrichten. Diese Lehrer sind nicht irgendwelche Unbekannten von der Straße. Die Liste der bisherigen Gäste offenbart eine wechselnde Besetzung mit einigen der bekanntesten Namen des modernen Yoga.

Dennoch: das Herz der Yoga-Programme bildet der engere Kreis des Teams von Parmarth Niketan. Dies ist eine Gruppe hingebungsvoller Menschen; egal, auf welchem Level sich ein Student befindet, es gibt immer eine genau passende helfend-führende Hand. Jeder Pilger ist hier willkommen: Das bedeutet, dass ein Besucher ein spiritueller Sucher sein muss, der an den Ashram-Ritualen und den Yoga/Meditation-Sessions teilnimmt. Mit anderen Worten, dies ist keine freie Unterkunft für herumstromernde Reisende.

Eine feste Gebühr für Unterkunft und Verpflegung gibt es nicht, aber Spenden sind üblich und werden von jedem erwartet. Diese können entweder speziell für einen bestimmten Zweig der guten Werke Parmarth Niketans (es gibt diverse) bestimmt oder der Ashram-Leitung zur freien Verfügung überlassen werden.

Es gibt zwar eine Reihe von Verwaltungs- und sonstigem Personal, das Herz des Ashrams ist aber ein Team indischer Yoga-Lehrer. Sie sind die Quelle des Unterrichts in Vinyasa Yoga, Hatha-Yoga und Yoga Nidra, einem sehr meditativen Yoga, das sehr verschieden von dem körperlich anspruchsvollen Yoga ist, das Ausländer möglicherweise gewöhnt sind. Just for fun, obwohl wunderbar therapeutisch, wird auch Lach-Yoga gelehrt. Vielleicht könnte dies der heitere Weg zur Erleuchtung sein, und weil es von einem über hundertjährigen Mann unterrichtet wird, ist es recht naheliegend, dass Lach-Yoga ein Weg zu guter Gesundheit im Alter ist.

Parmarth Niketan ist der Ort des jährlichen internationalen Yoga-Festivals. Dies ist eine weltberühmte Veranstaltung voller Workshops, Diskussionen und Demonstrationen verschiedener Yoga-Stile, sowie mit Seminaren bekannter Größen aus der ganzen Yoga-Welt. Veranstaltet mit Unterstützung des lokalen Tourismusverbandes, ist dies ein Event nicht nur für Yogis, sondern für jeden Reisenden. Der Zeitpunkt variiert, aber tendenziell findet das Festival Ende Februar oder Anfang März statt.

Pujya Swamiji ist der Guru des Ashrams und schon an sich ein Publikumsmagnet für Parmarth Niketan. Er ist ein extrovertierter Charakter und scheut nicht das Rampenlicht und Reisen in die ganze Welt, um auf Kongressen über Yoga, interreligiöse Harmonie, Ayurveda und verwandte Gebiete zu referieren. Im atypischen Yoga-Stil ist er offen für moderne Technologie und Social Media, auch deshalb ist Parmarth Niketan leicht über Facebook und Twitter zu erreichen. Wenn er sich im Ashram aufhält, ist es schwierig, mit ihm persönlich zu sprechen, so beliebt wie er ist. Obwohl nach jedem Ganga Aarti, dem Abendsonne-Ritual an den Ufern des Ganges, offene Frage-Antwort-Sessions stattfinden, verschwindet der Swami danach meist rasch.

Für diejenigen, die von den leuchtenden Farben Indiens fasziniert sind, ist das geschäftige und unterhaltsame Parmarth Niketan ein perfekter Zwischenstopp für ein paar Tage mit beruhigendem Yoga, Besinnung und um Leute zu beobachten. Verschlossenen Türen gibt es hier nicht, die Gäste können kommen und gehen, wann sie wollen, eine Abweichung vom traditionellen Ansatz des Ashramlebens. Ein typischer Tag endet mit einem Gang die Stufen hinab zu der breiten Plattform über dem Ganges, wo man still an einer Tasse Chai nippt oder im Gespräch mit neuen Freunden vertieft ist, bis die leuchtend rote Sonne im Fluss erloschen ist. Das ist Leben!

Über die Region: Rishikesh

Rishikesh ist für Yoga, was Las Vegas für Partys ist: An jeder Ecke wartet ein anderes Yoga-Erlebnis. Allerdings sind einige von besserer Qualität als andere. Um zu verstehen, was eine wirklich gute Yoga-Erfahrung ausmacht, muss man Yoga in Indien verstehen. Anstelle von zweimal wöchentlichem Unterricht wird Yoga hier als ein Lebensweg betrachtet. Yoga-Praktiken durchdringen jeden Aspekt des Tages. Einem Guru bleibt man lebenslang treu, ohne Vermischung der Stile oder "Guru-Hopping." Wissen zu erlangen, dauert viele Jahre. Dies steht im Widerspruch zu den Konzepten des "Promi-Guru" und der zweitägigen Yoga-Workshops oder -Retreats, wegen der so viele Reisende Rishikesh besuchen. Es ist allzu verständlich, wieso Traditionalisten diesen Ansatz als so etwas wie „McYoga“ bezeichen.

Dennoch muss man als Student ja irgendwo anfangen. Gibt es einen besseren Ort dafür als die Stadt des Göttlichen, Rishikesh, die Welthauptstadt des Yoga? Das Etikett „Welthauptstadt“ ist keine Übertreibung: Die Reinheit ist sogar gesetzlich verankert: Alkohol- und Fleischkonsum sind innerhalb der Stadtgrenzen verboten. Dies ist eine der heiligsten Städte des Hinduismus, wo die Beatles prominent unter ihrem Guru Maharishi Mahesh Yogi studierten, und Pilger ein alltäglicher Anblick sind, die oftmals ihre Vier-Schreine-Reise in Rishikesh beginnen. Viele verschiedene Yoga-Festivals finden hier jedes Jahr statt. Indem man einfach durch die Straßen schlendert, kann man auf angenehme Weise den Tag verbringen, solange man das Proviant sorgfältig vor den diebischen wilden Affen bewahrt, die wie Räuberbanden auf den Brücken herumlungern.

Rishikesh ist auch das Tor zum Himalaya, dessen kühle grüne Ausläufer eine willkommene Abwechslung von der manchmal drückenden indischen Sommerhitze bieten. Man kann noch immer einen Teil des Maharadscha-Palasts besichtigen – mit einem Panoramablick von einem grünen Thron hoch über der Stadt.

Bilder von: Coni Hörler Photography

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