Omkarananda Ashram

»Iyengar Yoga – direkt vom Guru zum Schüler«

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Der Yoga-Bereich im Omkarananda Ganga Sadan Ashram bietet das beste Iyengar Yoga außerhalb der eigenen Shala des großen Meisters in Pune. Dieser Teil des Ashrams, mit dem beeindruckenden Ausblick wird von des Gurus eigener Schülerin, Usha Devi, geführt. Mit fester Hand und weichem Herz führt Devi ihre Schüler durch anspruchsvolle Körperhaltungen, im harten Streben nach Perfektion.

Dies ist der Omkarananda Ashram, der sich allerlei guten Werken widmet. Schulen, lokale Hilfsprojekte, Unterricht in Kultur und spirituelles Bewusstsein aller Art werden von Ashram-Mitarbeitern und Gästen unterstützt oder betrieben. Wir beleuchten hier lediglich einen kleinen Teil des Ashrams, genauer: die Yoga Kendra, wo Usha Devi die Weisheiten ihres eigenen Gurus weitergibt, der Yoga-Legende BKS Iyengar.

Es gibt im Yoga Kendra nur zwei Arten von Yoga-Kursen: den allgemeinen offenen Unterricht, der an den meisten Abenden angeboten wird, und den neuntägigen Intensiv-Yoga-Kurs, der etwa vier Mal im Jahr stattfindet. Für den offenen Unterricht genügt eine einfache Anmeldung; die Einschreibung am Samstag sichert die Teilnahme in der kommenden Woche. Die offenen Gruppen bestehen aus 90 Minuten Asana (Körperhaltungen), unter der Anleitung von Usha.
Die Intensivkurse sind ebenfalls in erster Linie Asana-Stunden aber sie beinhalten auch Philosophie-, Meditations- und Ernährungskomponenten. Alle Asana-Stunden beziehen die Props (Hilfsmittel) ein, die Iyengar selbst als erster eingeführt und berühmt gemacht hat. Eine Unterrichtseinheit widmet sich ausschließlich Atemübungen, und es werden zusätzliche Vorlesungen und Seminare durch verschiedene Gästen abgehalten. Der Hauptunterschied zwischen dem offenen Unterricht und dem Intensivkurs besteht in dem kontinuierlichen Lernfortschritt während des Intensivkurses, durch einen sanften Übergang von einer Stufe zur nächsten. Das Feedback der Teilnehmer ist, dies sei einer der besten Orte der Welt, um auf den Geschmack von Iyengar Yoga zu kommen.

Usha Devis Guru ist eine der großen Persönlichkeiten des Yoga. Obwohl er noch lebt und eine eigene Iyengar Yoga-Schule in Pune betreibt, ist es heutzutage fast unmöglich, bei ihm selbst zu lernen. Aber ohnehin sind Devis Lehren weder angepasst noch in irgendeiner Weise verändert. Sie fließen direkt von Iyengar selbst in die offenen Ohren und Körper von Devis Schülern.

Einfache Dinge wie Stühle, Seile und Handtücher werden einbezogen, um bestimmte Körperhaltungen leichter einnehmen und perfektionieren zu können. Die Yoga-Philosophie ist einfach, und lässt sich am besten in Devis eigenen Worten wiedergeben: tu weniger, aber versteh, was Du tust. Hier findet kein Wettrennen statt, wer der gelenkigste Yogi im Studio ist - jeder in seinem eigenen Tempo und für sich.

Usha ist die treibende Kraft hinter den meisten der Kinderhilfs-Programme, die der Ashram betreibt. Dank ihrer Bemühungen (sie würde sagen dank der Bemühungen aller) wurden Schulen eröffnet oder gesponsert. Diese bereichern das Leben der Kinder durch Bildung und sanfte Anleitung nach Montessori-Art. Sie hat auch ein Förderprogramm entwickelt für Kinder von Frauen, die zu lebenslänglicher Haft verurteilt wurden und von ihren Kindern getrennt werden, wenn diese fünf Jahre alt sind. Alle Gäste im Ashram sind herzlich eingeladen, mit Zeit und Tat zu all den guten Werken beizutragen, oder zu lassen, wenn sie es nicht möchten.

Mit der lachenden Usha Devi als Unterstützung dabei, dem Körper in die perfekten Haltungen zu verhelfen, die dieser einzigartige Stil verlangt, ist Omkamaranda Ashram eine der besten Einführungen in Iyengar Yoga – und in Indien. Schließlich befinden wir uns in Rishikesh, einem der Haupt-Reiseziele auf der Route abseits der ausgetretenen Pfade. An jeder Ecke wartet eine neue - und einzigartig indische - Erfahrung darauf, entdeckt zu werden.

Über die Region: Rishikesh

Rishikesh ist für Yoga, was Las Vegas für Partys ist: An jeder Ecke wartet ein anderes Yoga-Erlebnis. Allerdings sind einige von besserer Qualität als andere. Um zu verstehen, was eine wirklich gute Yoga-Erfahrung ausmacht, muss man Yoga in Indien verstehen. Anstelle von zweimal wöchentlichem Unterricht wird Yoga hier als ein Lebensweg betrachtet. Yoga-Praktiken durchdringen jeden Aspekt des Tages. Einem Guru bleibt man lebenslang treu, ohne Vermischung der Stile oder "Guru-Hopping." Wissen zu erlangen, dauert viele Jahre. Dies steht im Widerspruch zu den Konzepten des "Promi-Guru" und der zweitägigen Yoga-Workshops oder -Retreats, wegen der so viele Reisende Rishikesh besuchen. Es ist allzu verständlich, wieso Traditionalisten diesen Ansatz als so etwas wie „McYoga“ bezeichen.

Dennoch muss man als Student ja irgendwo anfangen. Gibt es einen besseren Ort dafür als die Stadt des Göttlichen, Rishikesh, die Welthauptstadt des Yoga? Das Etikett „Welthauptstadt“ ist keine Übertreibung: Die Reinheit ist sogar gesetzlich verankert: Alkohol- und Fleischkonsum sind innerhalb der Stadtgrenzen verboten. Dies ist eine der heiligsten Städte des Hinduismus, wo die Beatles prominent unter ihrem Guru Maharishi Mahesh Yogi studierten, und Pilger ein alltäglicher Anblick sind, die oftmals ihre Vier-Schreine-Reise in Rishikesh beginnen. Viele verschiedene Yoga-Festivals finden hier jedes Jahr statt. Indem man einfach durch die Straßen schlendert, kann man auf angenehme Weise den Tag verbringen, solange man das Proviant sorgfältig vor den diebischen wilden Affen bewahrt, die wie Räuberbanden auf den Brücken herumlungern.

Rishikesh ist auch das Tor zum Himalaya, dessen kühle grüne Ausläufer eine willkommene Abwechslung von der manchmal erstickenden indischen Sommerhitze bieten. Man kann noch immer einen Teil des Maharadscha-Palasts besichtigen – mit einem Panoramablick von einem grünen Thron hoch über der Stadt.

Bilder von: Coni Hörler Photography

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