International Center for Yoga Education and Research

»Yogaunterricht in tausendjähriger Tradition«

Zvx30n%7c11.9777353839,79
Badge-long

Einen Yoga-Urlaub bietet dieses Center definitiv nicht. Stattdessen widmet sich dieser traditionelle Ashram mit striktem Tagesablauf hingebungsvoll der sanften Harmonie einer yogischen Lebensweise. Das Studium im ICYER bedeutet ein Zusammenleben mit dem Guru über einen längeren Zeitraum, um nicht bloß Körperhaltungen zu erlernen, sondern Yoga als eine Lebenskunst. Ohne Zweifel ist dies eine der umfassendsten Ausbildungen, die wir in Indien gesehen haben.

  • Was wir mögen
  • Die Zahl der Studenten ist zum besseren Lernen bewusst klein gehalten
  • Der Umfang und die Tiefe der Ausbildung
  • Die idyllische Lage am Meer
  • Wissenswertes
  • Studenten wohnen bei allen Kursen im Ashram, wenig Kontakt zur Außenwelt
  • Sehr strikter Tagesablauf
  • Einjähriger Fernkurs als Voraussetzung für Yoga-Lehrer-Ausbildung
  • Maximal zehn Studenten pro Jahr im sechsmonatigen Yoga-Lehrer-Kurs
  • ICYER ist spezialisiert auf Yoga-Lehrer-Ausbildung
  • Warum dorthin
  • Außergewöhnlich umfangreiche Yoga-Ausbildung
  • Authentische Ashram Erfahrung
  • Pragmatische Haltung zum Yoga

Diese Ausbildung ist kein Leichtgewicht. Bevor man zur Yoga-Lehrer-Ausbildung durch die Ashram-Türe schreiten kann, muss man zunächst einen einjährigen Korrespondenzkurs absolviert oder so gut wie absolviert haben. Auch danach werden pro Jahr nur zehn der meist ausländischen Bewerbern ausgewählt. Das sechsmonatige Programm kann äußerst anstrengend sein und ist nur bei guter physischer und psychischer Gesundheit zu empfehlen. Sechs Tage die Woche von 04.30 Uhr bis 21.00 Uhr werden die Studenten tiefer und tiefer dem letzen Ziel entgegen geführt, dem Samadhi – eine komplette Reinigung von Körpers und Geist ist inklusive.

Obwohl das Programm anspruchsvoll ist, gibt es keine mürrischen Gesichter. ICYER ist ein Ort der Arbeit, sowohl physisch als auch spirituell. Das Schild über dem Eingang lautet: Tritt hier nur ein, wenn du glücklich bist – und wahres Glück ist das höchste Ziel in diesem Hause. Wahrhaft tiefe Freude ist an diesem Ort zu spüren, und die äußere Schlichtheit des Lebens hier steht in angenehmem Gegensatz zur reichen und komplexen inneren Existenz.

Von all unseren indischen Top-Zentren betreibt ICYER den traditionellsten Guru-Kulam-Stil. In früheren Zeiten lebte ein Yoga-Schüler im Hause seines Gurus, um zu lernen, Yoga in absolut jeden Aspekts des täglichen Lebens zu integrieren. Durch den täglichen Kontakt mit dem Guru und seiner Familie und durch das strikte tägliche Programm erreicht das ICYER die gleiche Art vollständiger Vertiefung.

Die Yoga-Lehrer-Ausbildung läuft jährlich vom 2. Oktober bis zum 25. März. Eine seiner interessanten Komponenten ist ein dreiwöchiger Yantra-Kurs, der mehr akademischer Natur ist, und sich auf die "Wissenschaft der Zahlen, Namen und Formen" bezieht. Dieser Kurs ist im Wesentlichen ein Destillat der ICYER Yoga-Tradition und beruht auf der Überzeugung, dass Zahlen und Worten eine Resonanz eigen ist, und nur wenn man damit in Übereinstimmung agiert, ist man in Harmonie mit seiner Außenwelt. Für alle, die nicht das Glück haben, Indien zu besuchen, gibt es ICYER-Zentren auf der ganzen Welt, die einen Einblick in diese Tradition bieten.

Dr. Ananda (Sohn von Ammaji und Dr. Swami Gitananda) unterrichtet täglich im ICYER. Er ist Arzt und ein großer Yogi mit tiefem Wissen zu zahllosen Themen. Seine intensive Präsenz prägt das ICYER, und die Studenten hier lernen ihn aus nächster Nähe kennen. Das Zentrum ist ein Familienbetrieb – Dr. Anandas Frau lehrt die Studenten Sanskrit und Gesang.

Rund drei Viertel der Studenten sind Ausländer. Dies kann mit den Gebühren zusammenhängen, die zwar moderat sind nach westlichen Standards, aber nicht ohne weiteres erschwinglich für einen durchschnittlichen indischen Lohn. Alternativ könnte das an der Herkunft der Gründer liegen. Swami Gitananda Giri –war halb irisch, und Ammaji ist in Amerika geboren. Sie schufen im indischen Ashram eine Atmosphäre mit Gespür für Ausländer, eine ungewöhnliche Mischung aus tiefer indischer Tradition und dem mildernden Blick von außen.

Die Philosophie des ICYER ist im Grunde, dass die Erleuchtung nicht ohne andere Menschen erreicht werden kann. Ammaji (oder korrekter Yogacharini Meenakshi Devi Bhavanani), heute Leiterin des ICYER, lächelt über die Idee der Isolation als Weg zur inneren Harmonie. Für sie und für ihren verstorbenen Swami-Ehemann ist es zu einfach, sich komplizierte und falsche Eindrücke von sich selbst zu erschaffen, indem man sich von den Mitmenschen isoliert. Wenn wir aber mit anderen Menschen leben, sagt sie, können wir uns nichts mehr vormachen. Ammajis Gesicht lernen die Studenten hier gut kennen. Sie ist ein integraler Bestandteil des täglichen Lernens und der segensreichen abendlichen Satsangs.

Neben dem Hauptsitz des ICYER, auf den wir uns hier konzentrieren, gibt es mitten in Pondicherry das ebenso wichtige Citycenter Yoganjali Natyalayam. Dort werden jede Menge Community-Programme angeboten, die Segen des Yoga für Kinder (bisher über 10.000) und unzählige anderer guter Projekte.

Das Ego abzustreifen, ist DIE Methode des ICYER. Und die wenden sie konsequent an. Noch nie wurde die Maxime "Die Wahrheit macht euch frei" so kompromisslos angewandt wie im ICYER, wo alle Teilnehmer beständig ermutigt werden, einen sprichwörtlichen Spiegel auf sich selbst und die anderen zu richten. Bewusstsein und Erkenntnis sind die Schmankerl, die man mit nach Hause nimmt – für das ganze Leben.

Über die Region: Pondicherry

Pondicherry’s offizieller Name ist Puducherry. Es war einst die größte französische Kolonie in Indien. Französisch ist nach wie vor weit verbreitet, und das alte Stadtviertel zeigt einige architektonische Akzente, die jedem Frankophilen sofort ins Auge springen. Das Wetter ist variabel mit einer Monsun-Regenzeit im Oktober, Temperaturen von bis zu 41° C im Mai und sehr mildem Winter mit einem Minimum von lauen 21°C. Ein paar Autominuten außerhalb der Stadt befinden sich die Sozial-Experiment-Stadt Auroville und unser Top-Center ICYER. Nur einen Steinwurf vor den Stadttoren liegen einige dünnbesiedelte Fischerdörfer verschlafen in der Sonne, ein gemächliches Tempo aus ferner Zeit.

Bilder von: Coni Hörler Photography

Eine Frage zu International Center for Yoga Education and Research stellen
Kennst Du Leute, die das auch gern lesen würden? Teile den Artikel mit ihnen!
Hast du was über dieses Center zu sagen? Lass' es uns hören!