Bihar School of Yoga

»Yoga für Kopf, Herz und Hände «

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Sind Sie bereit für eine echte Ashram-Erfahrung? Kein Zugang zu Steckdosen, um moderne Spielereien aufzuladen, keine Ausgangserlaubnis, außer in absoluten Notfällen, das übliche Verbot von Kaffee, Tabak und Drogen jeglicher Art. Willkommen auf dem Ganga Darshan Campus der Bihar School of Yoga - eine Oase des Yoga-Lernens und der Reinigung inmitten der Wüste der Moderne.

  • Was wir mögen
  • Reines Yoga, gelehrt wie an einer Universität
  • Keine Ablenkungen von außen
  • Engagierte Mitarbeiter
  • Riesige Yoga-Wissensbasis
  • Wissenswertes
  • Keine Ausgangserlaubnis, außer in Notfällen
  • Weit entfernt von bekannten Touristenorten
  • Kaum körperliches Yoga
  • Jeder beteiligt sich an den täglichen Reinigungs- und Kocharbeiten
  • Warum dorthin
  • Yoga Nidra
  • Unterricht und Unterbringung vor Ort
  • Echtes Ashram-Leben

Die heilige Mutter Ganges schlängelt sich schützend um Ganga Darshan. Dies ist ein Ort des Friedens, der Ruhe und der guten Taten beruhend auf dem Glauben, dass jede Handlung eine Folge hat. Es ist auch die Heimat des Yoga Nidra, einer meditativen, kaum körperlichen Yoga-Form. Wörtlich bedeutet Yoga Nidra "Yogischer Schlaf" und hat als Ziel, durch die Kraft des Geistes schrittweise eine Entspannung des Körpers herbeizuführen. Diese Form des Yoga wurde entwickelt, um Studenten in einen aufnahmebereiten Zustand zu versetzen: Man sagt, dass während der tiefen Meditation schlechte Angewohnheiten im Unterbewusstsein entwurzelt werden. Und es soll auch während eines solchen Zustandes gewesen sein, als es den großen Yogis der Geschichte gelang, den Geist über die Materie zu erheben (das Fallenlassen in einen scheintoten Zustand ist nur ein Beispiel).

Swami Satyananda entwickelte diesen Stil, indem er Hinweise der alten Lehren auf einen mächtigen, yogischen Zustand, der durch die Kultivierung des Geistes erreicht werden kann, kombinierte. Yoga Nidra ist eine hoch spezialisierte Yoga-Form und vermutlich nichts für diejenigen, die bei ihren Yoga-Sitzungen auf körperliches Training Wert legen. Tatsächlich nimmt das Körperliche einen so geringen Stellenwert ein, dass einige Studenten ihre Essenspausen damit verbringen, ein bisschen Bewegung zu bekommen.

Einst eine Yoga-Universität, wirkt der Campus noch immer ein wenig einschüchternd: Die institutionelle Atmosphäre ist nicht zu leugnen und die hohen Mauern geben dem Ashram den Charakter eines Geheges. Und das ist kein Zufall: Das Leben hier ist kein bequemes Retreat; es ist ein hingebungsvoller und ernsthafter Versuch, gutes Karma und Selbst-Verbesserung zu erlangen. Dies sollte potenzielle Besucher aber nicht abschrecken – es mag hier streng zugehen, aber weder gibt es in Ganga Darshan Strafen, noch geht hier irgendetwas Böses vor sich. Diese Maßnahmen - darunter das Bemühen, so wenige Ablenkungen von der Außenwelt zuzulassen wie möglich - werden ergriffen, um den Teilnehmern zu optimalen Ergebnissen zu verhelfen. Es geht darum, einen Schutz vor dem Chaos zu schaffen, damit Frieden gedeihen kann.

Das Kursangebot ist abwechslungsreich. Obwohl der Lehrerausbildungskurs für Ausländer auf unbestimmte Zeit eingestellt wurde, sind die kürzeren Studiengänge ebenfalls eine Teilnahme wert. Der längste von ihnen ist ein sechsmonatiger Gurukul Lifestyle Kurs mit Unterbringung vor Ort, denn Gurukul bedeutet 'im Hause des Gurus'. Ähnliche Kurse erstrecken sich über drei oder vier Monate, obwohl einige nur in Hindi durchgeführt werden. Einmal im Jahr (entweder direkt am Ende oder ganz am Anfang) findet ein einwöchiger Ashram-Life (Leben im Ashram) Kurs statt. Er besteht zur einen Hälfte aus Unterricht und zur anderen aus Orientierung und bietet potenziellen Schülern die perfekte Gelegenheit, herauszufinden, ob sie für länger hier bleiben wollen. Auch für Besucher mit begrenzter Zeit ist er bestens geeignet.

Wenn hier von gutem Service die Rede ist, dann bedeutet das nicht, dass man auf Kellner in weißen Handschuhen hoffen sollte. Vielmehr bedeutet es frühes Aufstehen (um 4.00 Uhr beginnt normalerweise der Tag) und Engagement in der yogischen Tradition des selbstlosen Dienens. Die genaue Definition ist dabei abhängig vom Ashram, kann aber von Toiletten putzen bis hin zur Mitarbeit bei einem der kommunalen Hilfsprogramme des Centers bestehen. Und doch ist dies weder Sklavenarbeit, noch ist das Ashram ein Kloster. Alle Mitarbeiter arbeiten ebenfalls hart und gehen so mit gutem Beispiel voran. Zudem ist niemand gezwungen zu arbeiten, auch wenn es nur selten vorkommt, dass sich tatsächlich jemand weigert – eine gut erledigte Aufgabe hat etwas zutiefst Befriedigendes.

Während der Mahlzeiten und von 18.00 Uhr bis 06.00 Uhr wird geschwiegen, die abendlichen Singstunden bilden hiervon eine Ausnahme. Es ist nicht schwer zu verstehen, warum dies die Gegend ist, in der Buddha Erleuchtung fand. Nach einem langen Tag ist der hypnotische Klang der Stimmen, die sich im Dank für den Tag erhoben haben, die ideale Art, um die Sonne im Ganges zur Ruhe zu betten.

Über die Region: Munger

Es stimmt, dass sich BSY in Munger befindet, aber genauso gut könnte es auf dem Mond sein. Eine Ausgangserlaubnis ist nicht einfach zu erhalten. Auch wenn Munger, die Hauptstadt des gleichnamigen Distrikts, eine reiche Geschichte hat, ist dies ein düsteres Industrienest, das ziemlich weit abseits der ausgetretenen Pfade liegt. Inmitten der Stadt steht eine der größten Schusswaffenfabriken von ganz Indien – ein krasser Gegensatz zur Ruhe des Ashrams. Der Handel mit Waffen bildet sogar einen eigenen Industriezweig, ebenso wie der Verkauf von Zigaretten (es gibt auch eine große Zigarettenfabrik). Doch davon einmal abgesehen liegt das Institut in einer schönen Landschaft, und Gelände und Gebäude sind von einer friedlichen Aura umgeben.

Bilder von: Coni Hörler Photography

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