Kaivalyadhama Ashram

»Yoga ist die Kunst des Lebens und Wissenschaft der Erfahrung - Sri O.P. Tiwari «

Zvx30n%7c18.7480556,73
Badge-long

Das Kaivalyadhama Ashram kann durchaus als respektables Anwesen bezeichnet werden. Der Ashram verfügt über 180 Hektar an Land und ist ein dreigliedriges Yoga-Center: es beherbergt eine Forschungseinrichtung, ein Krankenhaus und eine staatlich anerkannte Schule. Wenn Wissenschaft und Mystik einen Treffpunkt besäßen, läge der an diesem Ort, denn hier verleihen hochrangige Yoga-Studien der alten Kunst intellektuelle Schlagkraft. Es gibt auch einen fröhlichen Swami vor Ort (Swami Maheshananda), der dem Ort zusätzliche Farbe verleiht und den Freunden des Mystischen mit Weisheiten zur Seite steht.

  • Was wir mögen
  • 180 Hektar wunderschöner Fläche
  • Staatlich anerkannte Yoga-Qualifikation
  • Leckere Mahlzeiten
  • Keine Ausgangssperre
  • Einfache Zahlungsmöglichkeiten
  • Wissenswertes
  • Unterkünfte sind nach Geschlechtern getrennt
  • Nicht-veganes Essen im Angebot
  • Für die Teilnahme an längeren Kursen müssen bestimmte Qualifikationen mitgebracht werden
  • Ganzjährig gutes Klima
  • Besonders für längerfristige Kurse geeignet
  • Warum dorthin
  • Wissenschaftliche Einstellung zu Yoga
  • Qualifikationen auf Universitätsniveau
  • Akademisches Yoga-Wissen

Die Haupt-”Straße” des Ashrams schlängelt sich sanft durch die verzweigten Weiten der Gärten, über eine Brücke und durch die dorfähnliche Ansammlung von Gebäuden. Wie so viele Orte in Indien kann auch das Kaivalyadhama Ashram zunächst verwirrend sein. Doch sobald man begriffen hat, dass dieses herrliche, 180 Hektar große Center drei Bereiche des Yoga Fachwissens und der Praxis umfasst, ändert sich das.

Es gibt ein Forschungsinstitut, das eine bunte Sammlung von veralteten, aber funktionsfähigen Geräten nutzt, um Experimente zu jedem nur erdenklichen Yoga-Aspekt durchzuführen. Die “Versuchskaninchen” in diesen Tests kommen aus dem zweiten Zweig des Ashrams, der universitätsähnlichen Yoga-Ausbildung.
Die Schülerinnen und Schüler dieses Zweiges gehören bei ihrem Abschluss zu den hochqualifiziertesten Yogis und Yoginis der Welt. Schließlich sind das Kaivalyadhama Ashram und The Yoga Institute Konkurrenten im Kampf um den Titel World’s Oldest Yoga School, und die Ausbildung ist ausgesprochen gut, staatlich anerkannt und in ihrem Lehrplan abwechslungsreich.
Der dritte Zweig schließlich ist das Yoga-Krankenhaus. Dieses stets geschäftige Therapie-Center ist gefüllt mit Patienten, die von örtlichen Ärzten hierher verwiesen wurden. Denn die nutzen Yoga gerne als ergänzende Behandlung für alles von Hämorrhoiden bis Schizophrenie.

Tatsächlich ist das Yoga-Krankenhaus eine Ansammlung von bescheidenen, aber sehr gemütlichen Einzel-, Doppel oder Familiensuiten. Die meisten kurzfristigen Yoga-Schüler werden für die Dauer ihres Kurses hier wohnen. Längere Kurse sind die allseits beliebten Lehrerausbildungs- und Lehrerfortbildungskurse, die über neun Monate bzw. einen Monat laufen. Kurzfristig meint alles zwischen acht Tagen (die minimale, erlaubte Zeit) und 21 Tagen. Diese drei Wochen entsprechen der Länge der drei beliebtesten Kurse. Das Post-Grad Diplom in Yoga-Therapie ist nichts für schwache Nerven oder kurzfristige Besucher. Die Laufzeit beträgt 18 Monate und umfasst ein anspruchsvolles, sechsmonatiges Praktikum im Pravara Medical College. Der zermürbende Zeitplan sorgt dafür, dass nur die besten zu den Absolventen zählen. Und obwohl jeder einzelne dieser drei Kurse auf Yoga basiert, haben sie alle eine Besonderheit: Einer ist ein Yoga & Ayurveda Kurs, ein anderer ist nur für Schullehrer und ein Dritter - rein scholastische Yoga-Studien - nutzt eine der besten Kapitalanlagen Kaivalyadhamas: die Bibliothek. Die Ashram Kaivalyadhama Bibliothek beherbergt mehr als 25.000 Yoga-Werke, die vermutlich größte Sammlung der Welt. Die Gelehrten/die Schüler haben in mühevoller Kleinarbeit Fragmente von antiken Texten, von denen viele während der heiligen Kriege der vergangenen Jahrhunderte zerstört wurden, zusammengetragen, um rekonstruierte Werke aus vergangenen Zeiten zur Verfügung stellen zu können. Die Bibliothek ist eine wahre Fundgrube für akademische Leseratten und ihre friedliche Atmosphäre selbst schon fast eine Meditation.

Obwohl Kaivalyadhama ein Ashram und per Definition non-profit ist, ist es dank seines staatlich anerkannten Bildungs-Status in der Lage, Gebühren zu erheben. Die indische Regierung hat vor langer Zeit die hohe Qualität der hier angebotenen Ausbildung bestätigt und subventioniert die Gebühren der einheimischen Studenten. Und auch, wenn Ihnen die ungleichen Gebühren für Einheimische und Ausländer unangenehm aufstoßen, können wir Ihnen versichern, dass dies keine Touristensteuer ist. Es ist einfach die Differenz zwischen der subventionierten Gebühr für Einheimische und der nichtsubventionierten für Ausländer. Das Ashram erhebt denselben Betrag, unabhängig davon, wo der Pass ausgestellt wurde, und Gebührendetails können auf der sehr gepflegten Website eingesehen werden.

Das Essen ist bekanntermaßen lecker, und obwohl nicht vegan (es wird Milch von Kühen des Ashrams verwendet) auf jeden Fall gesund und delikat gewürzt. Dies ist kein Ashram mit verschlossenen Toren und Gäste sind herzlich eingeladen, die Umgebung während ihres Aufenthalts zu erkunden. Dafür, dass Kaivalyadhama eines der weltweit renommiertesten Center des Yoga-Lernens ist, herrscht hier eine ausgesprochen entspannte Atmosphäre. Yoga, Sightseeing und Unterhaltungen im Schatten träge wogender Äste … oder mit anderen Worten: ein ganz normaler Tag im Center.

Über die Region: Lonavla

Lonavla ist ein Ort, den man zu jeder Zeit des Jahres besuchen kann, denn er gehört zu den klimatisch gemäßigten Teilen Indiens und ist zudem eines der beliebtesten Erholungsgebiete des Landes. Die Möglichkeiten des Leute Beobachtens sind grenzenlos, denn die Jugend kommt hierher um zu zeigen, was sie drauf hat. Vor allem ist Lonavla aber ein höher gelegener Zufluchtsort vor der sommerlichen Hitze, und die kühlen grünen Berghänge, wo die Temperaturen noch niedriger sind als in den ohnehin schon gemäßigten Städten, locken Naturliebhaber sogar während der wärmeren Monate. Einige Teile der Natur lassen sich aber leichter genießen als andere – achten Sie besonders auf den gelegentlichen, wilden Leoparden. Ernsthaft.

Bilder von: Coni Hörler Photography

Eine Frage zu Kaivalyadhama Ashram stellen
Kennst Du Leute, die das auch gern lesen würden? Teile den Artikel mit ihnen!
Hast du was über dieses Center zu sagen? Lass' es uns hören!