Brahmani Yoga

»Ein Scheibchen Westen in Goa«

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Man wird nicht gezwungen, ein Pauschalangebot von Brahmani zu buchen. Schließlich sind die ja auch nicht Jedermanns Sache. Aber wenn eben jenes Pauschalangebot ein atemberaubendes Hotelzimmer, sämtliche Yoga-Kurse und das persönliche Abholen am Flughafen beinhaltet, sieht es auf einmal doch ganz attraktiv aus. Brahmani Yoga ist in der Region als einer der besten Yoga-Orte Goas bekannt, und das Tüpfelchen auf dem i ist Goa selbst, die beliebte Küstenstadt.

  • Was wir mögen
  • Gute Einführung in indische Lebensart
  • Unbegrenzte Teilnahme an Yoga-Kursen
  • Alle Stile werden auf hohem Niveau unterrichtet
  • Julie Martins unbezähmbare Energie
  • Allgemeinverständliche und peppige Kurse über den Geist des Yoga
  • Wissenswertes
  • Während der Regenzeit geschlossen
  • Die Preise sind auf westlichem Niveau
  • Brahmani wird nicht von Einheimischen besucht
  • Warum dorthin
  • Große Auswahl an Yoga-Stilen
  • Das großartige Goa
  • Perfekte Pauschalangebote

Wenn man in Goa ankommt und sich ein bisschen umhört, was denn die besten Orte für ein bisschen Yoga seien, wird man am Ende drei oder vier Namen haben. Brahmani ist einer von ihnen. Goa ist nicht zu schlagen, die Yoga-Stile sind vielfältig und obwohl sie keine Unterkunft anbieten, können sie trotzdem ein komplettes Paket zusammenstellen, das Flughafen-Transfers, eine unbegrenzte Anzahl an Yoga-Kursen und die Unterbringung in einer nahegelegenen Pension oder einem Hotel beinhaltet. Dies vereinfacht und optimiert die Erfahrung eines Neulings, was angesichts des potenziellen Kulturschocks von unschätzbarem Wert ist.

Das vorantreibende und energetisierende Herz von Brahmani ist Julie Martin. Als gebürtige Kalifornierin kam sie vor neun Jahren nach Indien. Sie ist anspruchsvoll in allem, was sie tut: Ihre Assistenten stammen allesamt aus den Reihen derer, die von ihr persönlich ausgebildet wurden, ihre Liebe zum Detail bringt fast perfekte Yoga-Posen unter ihren Gästen hervor, und ihr entgeht nicht der kleinste Aspekt der Brahmani-Operationen. In einem Land, das bekannt für seine entspannte und indirekte Art der Kommunikation ist (das bekannt ist für sein lockeres und indirektes Miteinander?), sticht Julie aufgrund ihrer direkten Art und ihrer ernsthaften Einstellung zu Yoga besonders heraus. Ihre Schüler lieben sie, und das zu Recht - sie besitzt nicht nur einen großen Wissensschatz über verschiedenen Yoga-Stile, sondern verfügt außerdem über einen professionellen Tanz-Hintergrund und ein Studium in Anatomie. All das verleiht ihr einen weiten Horizont und eine vielfältige Herangehensweise an Yoga.

Brahmani selbst ist auf dem Gelände des Hotel Bougainvillea untergebracht. In der grünen, tropischen Umgebung sind die Räume fast wie Oasen der Yoga-Energie, die den fünf Kursen, die täglich von Montag bis Samstag gehalten werden, entströmt. Vom sanften Hatha-Stil bis hin zum schweißtreibenden Ashtanga, von Meditation mit Atemübungen bis zu therapeutischem Yoga: Es gibt einen Stil für jeden Besucher und dazu die Chance, ein wenig von allem zu probieren.

Auf diese Weise nimmt Brahmani Abstand vom traditionellen Yoga-Ethos, bei dem man einen Stil und einen Guru wählt und diesen für den Rest seines Lebens treu bleibt. Das ist der Nettovorteil für die Gäste, unter denen keine Einheimischen sind. Viele von ihnen sind nicht in der Lage, ein Jahr oder mehr in Indien zu verbringen und unter einem Guru zu lernen. Center wie Brahmani bieten ihnen einen Geschmack von Indien, der ihnen sonst möglicherweise entgangen wäre.

Dieser Geschmack beinhaltet unbegrenztes Yoga für die Dauer des Aufenthaltes in Goa. Die elegant-einfache Idee hinter diesem Angebot ist die: Julie und ihr Team beschaffen ihren Gästen ein Hotel, organisieren die Transfers und öffnen ihre Türen für jeden einzelnen Kurs, an dem man gerne teilnehmen möchte. Eine solche Flexibilität ist äußerst attraktiv und hat nichts mit den manchmal beengenden Tagesplänen von Pauschalreisen gemein. Die minimale Aufenthaltsdauer liegt bei einer Woche, zusätzliche Tage werden anteilig dazu gerechnet. Der Preis richtet sich vor allem nach der gewünschten Pension, denn diese können ganz erheblich variieren. Sie befinden sich allerdings alle im Einklang mit westlichen Standardpreisen – auf umwerfende, indische Schnäppchen sollte man also nicht hoffen. Der Preis ist angemessen für einen wohlig-entspannenden und belebenden Yoga-Urlaub. Dennoch gibt es keine Verpflichtung, das Pauschalangebot zu wählen. Die meisten der Teilnehmer hier sind spontane Gäste, die entweder im Gebiet zu Hause sind oder aber Goa auf einer Durchreise passieren.

Wenn der Yoga-Teil des Tages vorüber ist, rufen die berühmten Strände von Goa. Dies ist der Ort, wo Palmen faul in der sanften, salzigen Brise hin und her schwingen, wo sich der sonnenwarme Strand so weit erstreckt, wie das Auge sehen kann, und wo 'einen harten Tag haben' bedeutet, dass man sich gerade so lange aus der Hängematte wickelt, wie man braucht, um einen Yoga-Kurs, einen Spaziergang durch den Wald oder aber in einem der vielen Clubs die Nacht zum Tag zu machen.

Über die Region: Goa

Goa war einst eine portugiesische Kolonie und auch heute hat man noch das Gefühl, sich in einem abgetrennten Teil von Indien zu befinden. Das liegt nicht nur an der einzigartigen Schönheit der Küste oder daran, dass D'Souza ein hier üblicher indischer Name ist. Goa hat eine viel entspanntere Grundeinstellung, die man nirgendwo sonst in Indien findet. Hübsche junge Inderinnen kommen hierhin, um sich auszuleben, denn hier können sie Shorts, armfreie Oberteile und sogar Bikinis tragen - eine radikale Abkehr von der allumfassenden Sittsamkeit, die im Rest des Landes vorherrscht.

Seit den 1960er Jahren hat die Strandkultur von Goa internationale Besucher zu Tausenden angezogen und die Fülle von Nachtclubs, Märkten und Bars mit lockerem Ambiente ist ein Zeugnis für Goas Verbundenheit mit einer liberaleren Lebensweise. Der ideale Moment für einen Goa-Besuch liegt genau vor oder nach der Regenzeit (Juni bis Oktober) und es ist nicht nur das glitzernde, türkise Wasser, das dem Reisenden hier geboten wird. Das Hinterland beherbergt eine Vielzahl an Naturschutzgebieten, darunter so beliebte Ziele wie Sakrebyle. Hier werden verwaiste oder verletzte Elefanten wieder gesund gepflegt und anschließend ausgewildert. Oft kehren sie aber für einen Besuch zurück und sagen dann gerne auch den Touristen Guten Tag.

Denjenigen, die mutig genug sind, sich während der Regenzeit nach Goa zu wagen, sollte bewusst sein, dass viele der Annehmlichkeiten (Geschäfte, Sommerresidenzen und dergleichen) während der Nebensaison geschlossen sind. Dies ist die Zeit, in der viele Einheimische selber verreisen und so Goa ein ganz anderes Flair geben. Darüber hinaus sei noch einmal explizit darauf hingewiesen: Wenn es hier regnet, dann regnet es richtig. Wir reden von Wänden aus Wasser, die einen sofort durchnässen und manchmal schwer genug sind, um schmerzhaft zu sein. Dennoch kann auch ein verregneter, verlassener Strand manchmal über einen gewissen Charme verfügen – zumindest sind sich Goa-Fans in diesem Punkt schnell einig.

Bilder von: Coni Hörler Photography

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