ecoYoga

»»Wahrlich einer der verborgenen Schätze der Yoga-Welt««

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Wenige Autostunden vom grauen Glasgow entfernt liegen die Schottischen Highlands. Hier kann man sich gut die schwermütigen Klänge aus dem Braveheart-Soundtrack als musikalische Hintergrunduntermalung der nebligen Landschaft vorstellen. Eine vierköpfige Familie hat sich in dieser Landschaft daran gemacht, ein Yoga Center nach dem Nachhaltigkeitskonzept aufzubauen. In fünfzehn gemütlichen Doppelzimmern kommen kleine Gruppen von Yogis unter, viele von ihnen aus der ganzen Welt angereist, um den Unterricht einer Handvoll wiederkehrender Lehrer zu genießen. Der dichte grüne Wald ist mit natürlichen Badequellen gespickt und das japanische „Sento House“ ist allabendlich gut von müden und entspannten Yogis besucht, die sich hier aufwärmen und den großen Themen des Tages nachsinnen. Das Tragen eines Kilts ist hier optional, aber ein Blick in die vollgrüne, taubedeckte Landschaft kann schon den Gedanken daran hervorrufen.

  • Was wir mögen
  • Die Möglichkeit zur Entspannung bei einem Bad neben einem Wasserfall
  • Die rohe Schönheit der Schottischen Highlands
  • Die intime Yoga-Erfahrung in einem intensiven Retreat
  • Wissenswertes
  • Yoga-Retreats finden von April bis September statt.
  • Die Unterkunft als Selbstversorger ohne Yoga-Unterricht ist das ganze Jahr über möglich
  • Hier kann man sich auch auf Hebräisch verständigen
  • Sich selbst versorgende Urlauber müssen alles Nötige selbst mitbringen
  • Warum dorthin
  • Um sagen zu können: Ich war dort, bevor es berühmt wurde.
  • Wiederkehrende weltweit bekannte Lehrer
  • Das Nachhaltigkeitskonzept

ecoYoga ist der etwas andere Familiensitz. Versteckt in den moosbedeckten Felsen und Wäldern von Argyll in Schottland widmet sich dieser nachhaltig konzipierte Rückzugsort dem Yoga und dem yogischen Leben. Das regelmäßige Ziel einiger der besten Yoga-Lehrer zwischen April und September ist das ganze Jahr über für Urlauber geöffnet, die sich einfach von der Welt zurückziehen möchten, vielleicht kombiniert mit ein bisschen Yoga-Praxis mit den Besitzern Nick und Rachel in einer Gruppenstunde.

Als persönliches Heim der Familie Loening bietet dieser Ort alles, was ein persönlich gestaltetes Yoga-Retreat mit gut ausgestatten Unterkunftsmöglichkeiten nur haben kann. Die Shala ist mit einer Fußbodenheizung versehen, ein großer Vorteil für den Yoga-Unterricht, denn manchmal wird es recht kühl in den Highlands, und die majestätischen Fensterfronten lassen das zarte Licht in den angenehm weitläufigen Raum strömen. Die Schlafzimmer befinden sich vorwiegend im Haupthaus, das zehn Doppelzimmer mit eigener Waschgelegenheit beherbergt. Ein kleines „Bothy“ aus Stein, ähnlich einem Cottage, bietet drei weitere Zimmer mit gemeinsamer Toilette, und an den Essbereich grenzen ebenfalls zwei Doppelzimmer an. Ebenfalls an den Essbereich angrenzend gibt es ein spezielles Kinderzimmer mit Stockbetten, in dem der Urlaub bei ecoYoga für die kleinen Gäste fast zu einer Pyjama-Party mit neuen Freunden werden kann.

Die Zimmer verfügen nicht über ein eigenes Bad. Dies ist absolut beabsichtigt, denn das Baden wurde in ecoYoga über das einfache „Sich Reinigen“ hinausgehend zu einem „fast göttlichen“ Akt erklärt. Das traditionelle japanische Bad (oder Sento) ist im Grunde eine riesige Badewanne unter einer durchsichtigen Kuppel mit Regenwald-Dusche. Der japanische Ansatz der Reinigung ist ein ritueller, und jeder, der bisher dachte, ein Bad könne keine spirituelle Erfahrung sein, war noch nie Gast bei ecoYoga (oder in Japan!). Es gibt noch zwei weitere Bäder an verschiedenen Orten entlang des Flusses mit den treffenden Namen Upper Gorge Bath und Lower Gorge Bath. Tiefe Badewannen, die zuhause in einem modernen Haus perfekt aussehen würden, sitzen hier auf Holzplattformen am Rande von Wasserfällen. Bei diesem Bad an freier Luft muss jedoch niemand leiden, denn beide Badestellen sind mit heißem und kaltem fließenden Quellwasser ausgestattet und den Schutz der Privatsphäre bringt dieser Ort ganz natürlich mit sich. Diese beeindruckenden Badegelegenheiten lassen eine Sauna fast mondän erscheinen - es gibt aber trotzdem eine, ein kleines Stück flussabwärts vom Sento Dome. Sie ist auch über einen geheimen Pfad erreichbar, nur um den geheimnisvollen Spaß noch zu unterstützen.

Es hört sich vielleicht so an, als würden all diese Annehmlichkeiten und Einrichtungen jede Menge Ressourcen verschlingen, aber tatsächlich kann ecoYoga zu Recht auf einen sehr geringen ökologischen Fußabdruck stolz sein. Durch Solar- und Wasserenergiegewinnung ist dieser wunderschöne Retreat-Ort vollständig autark. Weitere Formen der Energiegewinnung, von ecoYoga als etwas „esoterischer“ bezeichnet, werden gerade in einer Reihe laufender Experimente erforscht. Das erdeigene magnetische Feld ist nur eine der Energiequellen, mit denen diese Familie experimentiert, die aus einem Drittel Yogi, einem Drittel Biobauer und einem Drittel verrücktem Wissenschaftler zu bestehen scheint.

In der Hochsaison werden verschiedene Yoga-Retreats beherbergt. Alle Lehrer, die hier mit ihren Schülern zum Retreat kommen, gehören zu einem engen Yoga-Netzwerk, das durch die eigenen Yoga-Erfahrungen der Besitzer entstanden ist. Dieses „Familienzugehörigkeitsgefühl“ unter Yogis wird den meisten länger Praktizierenden bekannt sein, und die Loenings laden nur handverlesene Lehrer zum Rückzug hierher ein. Dieses Retreat ist nicht auf finanziellen Gewinn, sondern auf spirituellen Zuwachs ausgelegt. Hamish Henry ist einer diese Gastlehrer. Er ist einer der wenigen Certified Ashtanga-Yogalehrer der Welt, die für das Unterrichten über die erste Serie hinaus qualifiziert sind. Erfahrene Ashtangis werden den entscheidenden Unterschied zwischen „Certified“ und „Authorized“ in der Ashtanga-Welt verstehen. Aber für diejenigen, die nicht so genau mit den strikten Regeln vertraut sind, reicht aus zu wissen, dass die Zertifizierung nur selten vergeben wird, und ein Zeichen für unersetzbares Wissen und Können ist.

Das Essen ist bei ecoYoga vorrangig vegetarisch, allerdings kann ein gelegentlicher Angelausflug auch andere Proteinquellen mit sich bringen. Serviert wird im Gemeinschaftschalet in einem warmen Essbereich mit natürlicher Beleuchtung, die Mahlzeiten sind im Retreat-Paket enthalten und aus überwiegend biologisch erzeugten Zutaten zubereitet, wenn der Garten die größte Ernte hergibt. Es gibt auch ein Cafe, einen kleinen gemütlichen Bereich, in dem verschiedene Köstlichkeiten und Kaffee angeboten werden. Hier besteht für die Selbstversorger die Möglichkeit, sich ihre Speisen zuzubereiten. In der Nebensaison, wenn keine organisierten Retreats stattfinden, stehen die Türen von ecoYoga selbstversorgten Urlaubern offen. Diese Besucher können optional Yoga-Unterricht hinzubuchen, dabei kostet eine Sitzung 50 Pfund für eine Gruppe, unabhängig von der Anzahl der Teilnehmer. Für die Eigenpraxis ist der Zugang zum Yoga-Studio offen und im regulären Unterkunftspreis enthalten.

Alle anderen Aktivitäten finden verständlicherweise in der Natur statt. Tatkräftige Hilfe wird auf dem fünf Hektar großen Gelände immer gern angenommen, Gärtnern und Holzhacken kann also jederzeit für gute Durchblutung sorgen. Wanderungen, Spaziergänge am Fluss, Angeln und Faulenzen sind sowohl bei den Erwachsenen als auch bei den Kindern beliebte Aktivitäten. ecoYoga ist sehr kinderfreundlich. Die Loenings haben selber Kinder und kümmern sich gern um Besucherkinder über 3 Jahren. Für jüngere Kinder und Babys gibt es in der Umgegend mehrere vertrauenswürdige Babysitter.

ecoYoga ist ein Retreat-Ort, der berühmt sein sollte, sich aber seine Mystik bewahren konnte und immer noch ein kleiner verborgener Schatz ist. Es ist ganz leise einer der besten Orte für physische, spirituelle und emotionale Erholung geworden, und die Besucher sind stets hin- und hergerissen zwischen dem Weitererzählen und Werbungmachen für dieses Retreat und dem Stillschweigen, um es als geheimen Rückzugsort für sich selbst zu behalten. Ein ökologisch bewusst gestalteter Retreat-Ort mit einigen der besten Yoga-Lehrern der Welt, eingebettet in atemberaubend schöne Natur, das macht ecoYoga zu einem wundervollen Gesamtpaket.

Zur Gegend: Argyll

Argyll – oder Argyle, wie die aus dieser Region stammende Rautenform genannt wird, sieht man oft auf Socken – ist eine rauhe Gegend in Westschottland. Trotz der relativen Nähe zu Städten wie Glasgow ist dies ein wilder, windiger und rauher Ort, der heute wie auch schon vor Jahrhunderten fast isoliert erscheint. Lonely Planet schreibt über diese Region „bringt Kartografen ins Schwitzen“, denn die Küste hier ist so verschachtelt, dass eine der dramatischsten Landschaften Großbritanniens entsteht. Die Berge und Wälder halten verirrte Wanderer auf Abstand, denn das Erreichen einiger Punkte in dieser uralten Region kann sich schwierig gestalten. Dies ist als Kompliment an diese Region zu verstehen, nicht als Entmutigung für Besucher. Jeder, der hier Zeit verbringt, kann die Art von Friedlichkeit erleben, die nur weit ab der Massen entstehen kann. Die alten Schotten waren für viele Dinge bekannt, aber ein sonnengebräunter Teint war nicht darunter. Das Klima hier ist eher kühl und regnerisch, darum muss man immer mit robuster, warmer Kleidung ausgestattet sein. Die wärmste Zeit des Jahres ist zwischen Juli und August, und selbst dann erreicht das Thermometer kaum 18 °C. Januar ist der düsterste Monat mit Temperaturen zwischen 0 und 5 °C.

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