Satyananda Yoga

»Das entfernte Zuhause für Ost-Australische Yogis«

Zvx30n%7c-33.36756,151
Badge-long

Ein Ashram ist nur so gut wie sein unglücklichster Bewohner. So jedenfalls sagt man. Zum Glück für unsere Leser macht das den Mangrove Creek Ashram zu einem ganz hervorragenden Ort. Der stetige Grundton von Lachen und guten Gesprächen wird nur zu den Zeiten unterbrochen, an denen heilige Stille herrscht, nämlich vom Abend bis zum nächsten Morgen – und während der ruhigen, intensiven Konzentration auf kleinere oder größere Aufgaben.

  • Was wir mögen
  • Die schöne Lage im Nationalpark
  • Die Möglichkeit, die Yoga-Lehren im Zwei-Jahres-Sadhana Programm zu vertiefen
  • Volle Flexibilität bei der Dauer der Retreats – von Tagen bis zu Jahren
  • Manche Studiengänge sind von der australischen Regierung anerkannt
  • Wissenswertes
  • Kein Mobilfunk-Netz
  • Rauchverbot auf dem Gelände, es gibt aber einen Raucherbereich außerhalb
  • Winternächte können sehr kalt sein, packen Sie warme Kleidung und Bettwäsche ein
  • Warum dorthin
  • Authentische Ashram-Erfahrung
  • Hervorragend angeleitetes Yoga und Meditation
  • Viele Aktivitäten in der Natur

Als größter „Wohn-Ashram“ der südlichen Hemisphäre ist Mangrove Creek das Flaggschiff der australischen Niederlassung des Satyananda Yoga-Netzwerks. Dies ist ein wahrer Ashram im indischen Sinne von Leben in Gemeinschaft und der yogische Geist durchdringt alle Facetten des täglichen Lebens. Vor der Kulisse der verschlungenen australischen Wildnis und dem Gezeiten-Fluss, der das Land jeden Tag erfrischt, lockt Mangrove Creek viele Gäste immer wieder hierher zurück, entweder zu regelmäßigen persönlichen Retreats oder sogar, um eine Weile hier zu leben.

Die Länge der Retreats ist ganz besonders flexibel, sie gehen von einem einzigen Tag ohne Übernachtung bis zu einer Dauer von zwei Jahren. Mangrove Creek ist nicht exklusiv – jeder, der einen sanften Platz zum Entspannen und Erholen sucht, ist hier willkommen, auch gemeinsam mit seinen Kindern. Die Grundsätze bei Satyananda Yoga beruhen darauf, ein Yoga-Leben für alle zugänglich zu machen, auch für diejenigen mit begrenzter Zeit. Vielleicht vor allem für diejenigen mit wenig Zeit, weil sie diese Techniken am dringendsten benötigen.

Der Tag im Ashram beginnt früh. Die Vögel (Mangrove Creek nennt sie den "singenden Wecker“) scheuchen die meisten Gäste um 5 Uhr morgens aus dem Bett für die 5.30 Uhr Yoga-Klasse. Das anschließende Chanten ist ein 15-minütiges stimmliches und spirituelles Warm-up vor dem Frühstück um 7, dem Karma Yoga um 8 und den weiteren Tagesaktivitäten, die um 9 Uhr beginnen. Für diejenigen, die sich nicht in die frühe Morgen-Klasse eingeschrieben haben, ist das Zusammenkommen um 9, bei dem das Programm des Tages vorgestellt wird, ein guter Zeitpunkt, die anderen Leute der Mangrove Gemeinde kennen zu lernen, vor allem nach der introspektiven Stille des vorangegangenen Abends. 

Karma Yoga ist die Praxis des selbstlosen Dienstes an der Gemeinschaft, und alle Gäste, die nicht an einem organisierten Retreat teilnehmen, werden ermutigt, sich am Karma Yoga zu versuchen. 

Am frühen Nachmittag gibt es unter anderem eine Yoga Nidra Stunde. Vordergründig eine yogische Meditation, wird es manchmal jedoch zum Spiel Finde-den-Neuling, wenn das leise Schnarchen der zu entspannten Gäste, die sich noch nicht an die frühen Morgenstunden gewöhnt haben, diese verrät. 

Zu Abend gegessen wird früh, um 18 Uhr, wobei die Abendveranstaltungen - Satsang, Kirtan, und besondere Aktivitäten - die Zeit bis zur heiligen Stille ausfüllen, die um 20.15 Uhr beginnt. Diese Zeit der Stille geht bis 7.30 Uhr (außer für diejenigen im 5.30 Uhr Yoga-Kurs) und ist einer der entscheidenden Aspekte der Ashram-Lebens. Obwohl sie für manche Neulinge frustrierend ist, geschieht es genau in dieser Zeit, dass der Geist angeregt wird, zu verlangsamen, dem irrelevanten Schnickschnack des normalen täglichen Geschwätzes zu entsagen und einfach mit sich selbst zu sein. Die Irritation, die viele empfinden, ist oft eine Vorstufe der Selbst-Entdeckung, und sobald man den Rhythmus des Ashram-Lebens annimmt, kann man großen Nutzen aus diesen stillen Zeiten ziehen.

Die Standard-Unterkunft besteht aus Dreibettzimmern. Es gibt Ermäßigungen für diejenigen, die in Sechsbettzimmern oder auf dem Campingplatz übernachten. Umgekehrt kostet es mehr, wenn man sich für ein Doppel- oder Einzelzimmer oder eines mit eigenem Bad entscheidet (Standard-Bäder werden geteilt). Alle Zimmer sind sauber und komfortabel, obwohl Luxus hier keine Priorität hat, und eher Schlichtheit an der Tagesordnung ist. Die Räume werden zu den Zeiten geheizt, wenn die Gäste sich für gewöhnlich dort aufhalten, die Heizung läuft aber nicht Tag und Nacht. Während die Sommer hier sehr warm werden, gilt dies nicht für die Winter. Mangrove Creek weist zu Recht darauf hin, dass kältere Witterung der Introspektion dienlicher ist als sonnige Sommertage, dennoch wird empfohlen, möglichst viele Schichten warmer Kleidung mitzubringen, damit die Erfahrung zu einer spirituell wertvollen und nicht zu physischem Elend wird.

Das Essen ist ausschließlich vegetarisch, und wenn es auch nicht sattvisch ist, wird auf Nachfrage auch für diejenigen gesorgt, die keine Zwiebeln oder Knoblauch essen. Eier und Milchprodukte werden zu einem gewissen Maß verwendet, obwohl sich dies auf ein Minimum beschränkt. Brauner Reis, Dahl, Tofu, Currys aller Art, frische Früchte und Kräuter dominieren den Speiseplan, und obwohl es im modernen Leben nicht mehr gebräuchlich ist, seine Nahrung tatsächlich gut zu kauen, kann man sich ziemlich leicht an diese Art von Nahrung gewöhnen.

Das Ashram-Leben mag etwas entsagend klingen, und das ist insofern wahr, als die Freude im Mangrove Creek auch darin besteht, ein wenig in der Zeit zurückzureisen. Hier ist Raum für unverdorbene Freude, bei der Volleyball und Kajakfahren den Platz von Internet-Surfen und X-Box spielen einnehmen. Das aber ist keineswegs hart, wie die lächelnden Gesichter - jung und alt - bezeugen. Teils Entgiftung, teils geistige Erneuerung, teils einfach Spaß ... Mangrove Creek ist ein schönes Beispiel dafür, wie das Ashram-Leben entmystifiziert und genossen werden kann, sogar vom verwöhnten Zeitgenossen des 21. Jahrhunderts.

Über die Region: Mangrove Creek

Mangrove Creek ist eine kleine Siedlung an der australischen Ostküste, von herrlichem Nationalpark umgeben. Etwa 90 Autominuten von der Metropole Sydney gelegen, ist Mangrove Creek doch Welten von der geschäftigen Stadt entfernt. Hier zeigt sich Australien von seiner besten Seite (rankendes Buschwerk, Gezeiten-Flüsse und Vogelgezwitscher, laut genug, alle Gedanken zu übertönen) – wie auch von seiner schlimmsten. Berichte von riesigen Schlangen und giftigen Insekten sind nicht bloß erfundene Geschichten, um die Touristen zu erschrecken. Insektenschutz ist ein Muss in dieser Region, und Vorsicht ist angebracht, wenn man durch den Urwald wandert, um nicht die Schlangen zu erschrecken und zum Angriff zu veranlassen (unwahrscheinlich, aber möglich). Winter hier können sehr kühl werden, August-Temperaturen von 0 ° C sind keine Seltenheit. Die Sommertemperaturen andererseits rangieren irgendwo am anderen Ende der Skala. 35 °C sind normal, wobei das Quecksilber gelegentlich bis auf 42 °C klettern kann.

Bilder von: Satyananda Yoga

Eine Frage zu Satyananda Yoga stellen
Kennst Du Leute, die das auch gern lesen würden? Teile den Artikel mit ihnen!
Hast du was über dieses Center zu sagen? Lass' es uns hören!